Herzlich Willkommen bei GERELCA

Gedicht über den Herbst

Die Nanni fotografiert den neuen Erstklässler

Heute schrieb ich:

Roter Herbst flammt
und gelbe Farbe bannt
die Augen, um zu schauen.
Die Blätter fallen
und die Pflaumen blauen.
Musst nicht in Trauer lallen,
sondern nach vorne schauen.
Die Enkel lernen laufen, lesen, schreiben,
sie helfen uns, recht jung zu bleiben.

Und an den kahlen Zweigen sprießen
schon Knospen, die im Frühling schießen
und dich voll Hoffnung durch den Winter führen,
weil dich die jungen Triebe rühren.
Wohlan: Der Herbst bringt nicht
nur Abschied dir und Traurigkeit,
sondern verspricht
auch bei geschloss´nen Türen
schon Blüten für die Frühlingszeit.
© GERELCA

Einschulung von Linus

Amalia

Am 1. September geboren

Eine neue Erdenbürgerin

Wir waren gestern in Heidelberg in der Geburtsklinik. Amalia ist 48 cm klein, wiegt 100 g mehr, als ich bei meiner Geburt, ist ja auch 1 cm länger und kam auf natürliche Weise im Beisein ihres Vaters zur Welt. Der 3 Wochen frühere Geburtstermin verhindert, dass sie mit ihrem Vater am gleichen Tag Geburtstag hat. Außerdem ist nun die Einschulungsfeier für ihren Bruder Linus nicht gefährdet. Das ist ihre erste gute Tat im Leben!
Sie fällt im keltischen Baumkreis in das Reich der Zeder, was Zuversicht bedeutet. Wie schön.
Ich bin glücklich, so was von glücklich, dass sie da ist und so einen schönen Namen bekommen hat!!!

Porträt
Auf dem Friedhof

Auf dem Friedhof

Sie finden hier eine Trauerseite, sowie meine Bilder, Gedichte, Kurzgeschichten und nicht vergessen, alles Mögliche zur veganen Lebensweise.

Leben

Geboren werden und sterben heißt Leben leben.
Körperlichkeit ist Glück.
Werden wie die Kinder: schauen, staunen, lauschen, mitfühlen, lernen, tanzen, singen, lächeln, mitteilen, aufsehen, ansehen, gehen und laufen und springen …

Schattenwelt - Trauer
Mystisches Foto
Ist das ein echtes Foto, oder gemalt?

Was zu Herzen geht

Leben, was ist – Dasein, wenn es kommt – Fühlen, wie es ist – Riechen, wie es duftet – Atmen, tief und glücklich

Die Nacht ist noch nicht zu Ende, bevor der neue Tag graut – auch, wenn er gegangen ist. – Sein Duft umspielt mich – sein Lächeln ist süß – verwirrt bin ich und irritiert: Ist das für mich vorgesehen? Welchen Weg könnte man gemeinsam gehen? Ist es hier ratsam zu wünschen?

Aus R. M. Rilke: “Der Engel

Gib seinen leichten Händen nichts zu halten

aus deinem Lastenden. Sie kämen denn

bei Nacht zu dir, dich ringender zu prüfen,

und gingen … durch das Haus

und griffen dich, als ob sie dich erschüfen,

und brächten dich aus deiner Form heraus.”

Furchtbares Massaker in Paris

Am 18.03.2016 wurde in Belgien der meistgesuchte flüchtige Attentäter gefasst, er liegt jetzt im Krankenhaus und soll nach Frankreich zu einem Prozess ausgeliefert werden! Sie feiern es als Erfolg. Ist es einer???

130 Tote - Tiefe Trauer in ganz Europa

Entsetzen und Trauer über den 13. Nov. in Paris

https://www.youtube.com/watch?v=yRhq-yO1KN8

Abschied in Trauer
Drei besondere Blumen

Wie kann man das verkraften? Es ist einfach unbeschreiblich!!!

Freitag der 13. November 2015

Die herrlich verrückte Welt der Cheryl Goldinger

Vegan oder vegetarisch -klasse!

Willkommen auf meiner Seite GERELCA

Die Kunstwerke von “Kunst und Klang” am Bruchsee in Heppenheim sind recht interessant, aber schon wegen des Titels und der tollen Bearbeitung des Sandsteins gefällt mir diese “GEBORGENHEIT” am besten. Wenn ich in das Naturschutzgebiet dort hineingehe, begrüßt sie mich als erste.

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Vegan leben

Interview mit Dr. Platz dem veganen Arzt

„Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie u?ber dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du!“ (Mahatma Gandhi) – So steht es in dicken Lettern auf der Homepage der Praxis von Dr. Hanno Platz, seines Zeichens Internist mit einer Praxis in Fischach bei Augsburg. Ich habe mich mit dem vegan lebenden Arzt zum Interview getroffen. Ein besonderes, einziges, menschliches Vorbild habe ich hierbei nicht, die Gedanken und die Lebenseinstellungen von Albert Schweitzer und Mahatma Gandhi haben mich jedoch wesentlich geprägt. Albert Schweitzers Satz „Ehrfurcht vor dem Leben“, sowie die Gedanken zur Gewaltfreiheit Gandhis sind zu den Leitlinien in meinem Leben geworden, Schweitzers Satz ergänze ich gerne noch um den Begriff „Respekt“. „Ehrfurcht und Respekt vor dem Leben“, diesen Satz habe ich zur Maxime meines Handels gemacht. Besonders unertra?glich ist fu?r mich die industrielle Kommerzialisierung und der dementsprechende Umgang dabei mit den Lebewesen, denen durch solche industrielle, also generalstabsma?ßige Ausbeutung und letztendlich qualvolle To?tung, jegliche Berechtigung eines wu?rdevollen Lebens, sowie jeglicher Respekt vo?llig aberkannt wird. Dr. Platz: Gründe, vegan zu leben gibt es für mich sehr viele und jeder stellt in sich einen Hauptgrund dar. Drei davon sind für mich: 1. „Ehrfurcht und Respekt vor dem Leben“, wie schon gesagt, 2. Die vegane Ernährung ist erwiesenermaßen die gesu?ndeste und bester Form der Erna?hrung. 3. Nichts würde unseren gesamten Globus mehr schonen und erhalten, als wenn die Menschheit sich entsprechend ihren Möglichkeiten, die sie ja zu 100% hat, vollsta?ndig vegan leben würde. Anne: Sie vertreten als Mediziner die Meinung, dass eine rein pflanzliche Erna?hrung das Gesu?ndeste ist, was wir fu?r unseren Ko?rper tun ko?nnen. Eine Einstellung, die nicht mit allen A?rzten teilen. Nahezu jeder Veganer hat hier sicherlich schon mal den ein oder anderen Tipp erhalten, doch besser auch Tierisches zu sich zu nehmen. Wie ist das bei ihnen? Stoßen sie auf Unversta?ndnis oder gar Ablehnung unter Kollegen? Oder holen die sich eher Infos von ihnen ein? Dr. Platz: Soweit ich informiert bin, ist bis heute das Thema vegane Erna?hrung im Medizinstudium u?berhaupt kein studienrelevantes Thema, allenfalls wird es von engagierten Studentinnen und Studenten in Seminaren eingefordert. Daher kann ich es zuna?chst keinem Mediziner u?belnehmen, dass er sich mit diesem Thema auf dem Boden seines Studiums nicht auskennen kann. Aber, der menschliche Geist sollte sich ja im Laufe des Lebens weiter entwickeln und nicht stumm und starr verharren. Das ist ja eigentlich ein ganz physiologischer Vorgang, der jeden Menschen betrifft. Man muss nur daran denken, dass wir alle am Anfang unseres Lebens weder reden, laufen noch schreiben konnten. Erfreulicherweise sind wir dort nicht stehengeblieben, sondern haben uns weiterentwickelt. Erst recht muss ein wissenschaftlich geschulter Arzt sich selbstversta?ndlich sta?ndig durch das Erkennen neuer Sachverhalte weiter entwickeln. Dadurch zu neuem Verhalten und Entscheidungen zu kommen, bezeichnet man als Intelligenz, die nicht nur eine menschliche Fähigkeit ist, denkt man z. B. nur mal an Tiere, die gelernt haben, Werkzeuge zu benutzen. Ja, sehr ha?ufig begegnet mir die Ablehnung der veganen Ernährungsform bei Ärzten. Wobei ich dann im Gespra?ch mit ihnen sehr oft, sehr schnell feststellen muss, dass sich die Kollegin oder der Kollege noch nie mit diesem Thema bescha?ftigt hat, sondern, wie meist alle anderen auch, nur in allgemeinen Vorurteilen agiert wird, fußend auf Nichtkenntnis. Das stimmt mich jedes Mal sehr traurig. Auf den Satz „Aber die Steinzeitmenschen haben doch auch Fleisch gegessen!“, oder anders ausgedru?ckt, „Das war doch schon immer so“ kann man sicher sehr gut mit Vergleichen antworten. Der Mensch hat schon immer Kriege geführt, Misshandlungen an Menschen und Verbrechen gibt es schon immer; nur wird etwas erhaltenswert, dadurch, dass es schon immer da ist? Wenn der Mensch fu?r sich in Anspruch nimmt, ein intelligentes Wesen zu sein, dann muss er doch auf dem Boden des Erkennens von Fehlern und Falscheinscha?tzungen Konsequenzen ziehen ko?nnen, andernfalls wa?re er nicht intelligent. Man ko?nnte auch noch vergleichend argumentieren, „Geraucht hat der Mensch auch schon immer“. Das ist zwar falsch, aber selbst, wenn der Mensch schon immer geraucht ha?tte, wa?re Rauchen immer noch nicht gut. Meine Lieblingsphrase? OK, die knu?pft an das eben Gesagte an: „Fru?her haben wir doch auch ohne Bedenken Fleisch gegessen, Milch getrunken und Ka?se gegessen“. Dann antworte ich meist ein wenig zynisch: „Ja, das ist wahr, aber fru?her haben wir auch in die Hose gemacht, konnten nicht reden und nicht laufen, aber sind wir deshalb auf diesem Niveau stehen geblieben?“ Dann kommt zwar trotzig die Antwort: „Aber das ist doch ganz etwas anderes“, dennoch glaube ich, dass dieser Satz, wenn auch verzo?gert, zum Nachdenken fu?hrt. „Was sollen wir denn dann mit den ganzen Tieren machen, wenn wir plo?tzlich alle vegan leben?“ Wenn jemand diese Frage stellt, dann zeugt das natu?rlich nur von unendlicher Dummheit des Fragenden und bedarf keines weiteren Kommentars. Fleischesser leiden häufiger unter Vitamin B12-Mangel Anne: Warum mu?ssen Veganer Vitamin B12 substituieren? Ko?nnen Fleischesser auch einen B12- Mangel haben? Dr. Platz: Fu?r diese Frage bin ich sehr dankbar. Ja, Fleischesser haben sehr häufig einen Vitamin B12-Mangel. In meiner Praxis untersuche ich ja sehr oft u. a. diesen Blutwert sowohl bei Veganern, als auch bei Omnivoren. Ich habe zwar keine Statistik daru?ber gefu?hrt, aber mir scheint, dass Fleischesser ha?ufiger einen Vitamin B12-Mangel haben, als Veganer. Die Erkla?rungen dafu?r sind relativ leicht. Fleischesser haben in der Regel ein weitaus weniger ausgepra?gtes Gesundheitsbewusstsein und Wissen u?ber Ernährung, als Veganer. Die Folgen von Schnitzel, Salami-Pizza und Bratwurst (Hier wird mir gleich aus mehreren Gründen übel) sind u. a. U?bergewicht, Zuckerkrankheit, Bluthochdruck und viele andere sogenannte Zivilisationskrankheiten. Das heißt im Klartext: Die Fleisch- und Milchindustrie macht zuerst den Menschen krank und verdient sich daran dumm und da?mlich, damit anschließend die Pharmaindustrie den krankgemachten Menschen mit Medikamenten wieder helfen kann, die schlimmsten Folgen der Fehlerna?hrung wieder aufzufangen. Das Problem dabei ist nun, dass genau diese Medikamente sehr ha?ufig z. B. den Vitamin B12-Haushalt empfindlich stören, z. B. Medikamente gegen zu viel Magensa?ure, sog. Sa?ureblocker, oder auch bestimmte Medikamente gegen die Zuckerkrankheit, wobei sich die Liste noch fortsetzen ließe. Dazu kommt, das Fleischesser auf der Grundlage des mangelnden Gesundheitsbewusstseins, weitaus ha?ufiger Raucher sind und zu viel Alkohol konsumieren, was zusa?tzlich zu einem erho?hten Homocysteinspiegel fu?hrt, der wiederum als Korrektivum Vitamin B12 beno?tigt und diesen dadurch senkt. Ob Veganer Vitamin B12 wirklich substituieren mu?ssen, ist meines Erachtens nicht abschließend gekla?rt, da in der Wissenschaft diskutiert wird, ob Vitamin B12 u?berhaupt von Tieren oder Pflanzen gebildet wird, sondern es vielmehr ausschließlich ein Produkt von Mikroorganismen ist, welche sich auch auf Pflanzen befinden. Das ist aber mit Vorsicht zu betrachten, da hier die Erkenntnisse nicht abschließend vorliegen. Indirekt kann ich aber auf Grund meiner persönlichen, nicht statistisch relevanten Beobachtungen sagen, dass es mir so erscheint, das gerade Fleischesser ha?ufiger unter Mangelerscheinungen, darunter auch Vitamin B12-Mangel leiden. Anne: Ist es u?berhaupt notwendig, Vitamine von Haus aus zu substituieren, oder reguliert sich der Ko?rper ganz von selbst? Welche Supplemente empfehlen Sie? Vitamin B12 haben wir schon kurz angesprochen, außerdem werden besonders für den Winter immer wieder Vitamin D-Präparate empfohlen. Irritierend ist, dass man zu nahezu jedem Supplement etwas Negatives im Netz findet. Dr. Platz: Das ist genau das Problem mit den Antworten auf Fragen im Internet. Jede und Jeder schreibt einfach seine Meinung, ohne dass der Inhalt qualifiziert sein muss. Man nimmt dann einfach das wahr, was man hören möchte und fühlt sich dadurch bestätigt. Grundsätzlich muss man bei ausgewogener Ernährung nicht substituieren. Bei Vorsorgeuntersuchungen sollten allerdings neben anderen Untersuchungen auch Blutanalysen vorgenommen werden und dabei neben den „Routinebestimmungen“ auch z. B. der Vitamin B12- und Vitamin D-Spiegel untersucht werden. Ebenso wichtig sind dabei auch die Bestimmung von Folsa?ure, Vit- B-6 und Homocystein. Das gilt aber nicht nur fu?r Veganer, sondern fu?r alle Patienten. In meiner Praxis sehe ich sehr oft, dass gerade Fleischesser deutlich schlechtere Blutwerte zeigen, was ja nun aber auch nicht verwunderlich ist. Je nach Patient, mu?ssen evtl. auch weitere Untersuchungen vorgenommen werde, das kann man aber immer nur im Einzelfall entscheiden und beantworten. Eine pauschale Antwort, welche Blutwerte individuell untersucht werden sollten, ist hier nicht mo?glich, weil jeder Mensch als Individualperson gesehen werden muss. Interessenfreie Informationsmöglichkeiten sind wichtig Anne: Thema Mangelerscheinungen. Als Veganer bekommt man von allen Seiten immer wieder eingeredet, pflanzliche Erna?hrung wu?rde u?ber kurz oder lang zu Mangelerscheinungen fu?hren, man solle doch Fleisch und Milchprodukte, Eier und Fisch zu sich nehmen. In Wirklichkeit ist ja eher das Gegenteil der Fall und wie wir eben auch gehört haben, achten viele Veganer auch viel genauer auf die richtige Zusammensetzung der Na?hrstoffe in ihrem Essen. Wie kann man hier noch besser aufkla?ren? Und wie wurde dieses Vorurteil in unserer Gesellschaft gepra?gt? Dr. Platz: Um die notwendige Aufklärung bzw. den Informationsfluss noch wesentlich zu steigern, müssen interessenfreie Informationsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Genau das ist das Problem bei der Information u?ber gesunde Erna?hrung. Denn hier kommen die „Informationen“, besser Desinformationen, o?ffentlichkeitswirksam meistens von den Krankheitsverursachern selbst, na?mlich der Fleisch- und Milchindustrie. Slogans wie „Die Milch macht’s“, oder „Die kleinen Helfer zur Sta?rkung des Immunsystems“ oder „Milch ist gut für die Knochen“ sorgen für alltägliche, an Gehirnwa?sche erinnernde Desinformation. Das für dumm Verkaufen gipfelt in dem an Falschheit nicht mehr zu überbietenden Angebot der „Milchschnitte für Kinder“, die dadurch ihre „Extraportion Milch“ bekommen sollen, es gibt wohl fast nichts ungesu?nderes auf dem Markt. Selbst vor der gesundheitlichen Schädigung von Kindern macht diese „Aufklärung“ also nicht halt. Ja, bessere Information bzw. Aufkla?rung ist mehr als wichtig. Hier ist denke ich die Schule in die Pflicht zu nehmen, diese Institution, die unsere Kinder auf die Zukunft vorbereiten soll. Solange aber in Schulen ha?ufig noch Schulessen in Form von Schnitzel und Co. angeboten wird, sind wir noch weit davon entfernt. Anne: Gibt es Unterschiede zwischen veganen und nicht veganen Patienten? Dr. Platz: Ihre Frage beru?hrt genau den Kern des Veganismus. Na, klar! (lacht) Vegan lebende Menschen sind viel gesundheitsbewusster und denken u?ber die Zusammensetzung der Nahrung und deren Herkunft nach. In der Praxis sehe ich jeden Tag, dass sich Omnivoren oft nur sehr ungern geistig bewegen wollen, was ihre Erna?hrung betrifft. Jeder Arzt weiß, wie schwierig es ist, einen u?bergewichtigen Bluthochdruckpatienten mit Diabetes und Fettstoffwechselsto?rung zu einer Erna?hrungsumstellung und A?nderung des Lebensstils zu bewegen. Den Meisten ist leider die sprichwo?rtliche Tablette oder Spritze lieber, weil das einfach viel bequemer ist, als u?ber die selbst verursachten Erkrankungen nachzudenken und entsprechende Umstellungen vorzunehmen. Nur werden dadurch nicht die Grundprobleme der Erkrankungen gelo?st, im Gegenteil, weil viele Medikamente natu?rlich auch wieder Nebenwirkungen haben, actio est reactio. So gibt es zum Beispiel in der Diabetes-Behandlung Medikamente, die auf Dauer, wie vorhin schon kurz erwähnt, den Vitamin B12-Haushalt negativ beeinflussen. Anne: Neulich bekam ich mal zu ho?ren, als Veganer sei man gefa?hrdet, an Diabetes zu erkranken. In der Fachpresse las ich das Gegenteil. Habe ich als Veganer ein erho?htes Risiko, la?uft es auf das Gleiche hinaus, wie beim Omnivoren oder habe ich sogar bessere Karten? Dr. Platz: Sie als Veganerin haben viel bessere Karten, gesund zu bleiben, denn besonders durch Fehlerna?hrung wie oben erwa?hnt, besagte Pommes und Co., Zucker und U?bergewicht, wird ja gerade der Diabetes Typ II wesentlich gefo?rdert und wird heute stetig zunehmend bei Kindern und Jugendlichen gesehen. Fru?her wurde Diabetes Typ II auch als Altersdiabetes bezeichnet, weil dieser eigentlich erst mit zunehmenden Jahren, bei sich dann gelegentlich zeigender, nachlassender Funktion der Bauchspeicheldru?se entstand. Heute ist bei vielen Kindern durch eklatante Fehlerna?hrung, die als a?ußeres Kennzeichen zu Fettleibigkeit fu?hrt, die Bauchspeicheldru?se schon in fru?her Kindheit u?berfordert und bereits die Kinder werden zuckerkrank. U?brigens entsteht durch diese Fehlerna?hrung nicht nur der Diabetes bereits bei Kindern und Jugendlichen, sondern als Folge des Diabetes und U?bergewichtes u. a. auch Fettstoffwechselsto?rungen, Bluthochdruck, Nierenscha?digungen, Fehlentwicklungen der Wirbelsa?ule und der großen Gelenke. Die Milchindustrie verdient ihr Geld ohne Rücksicht auf die Gesundheit Anne: Ein großes Thema ist bei vielen Veganern in der Diskussion mit Nichtveganern immer wieder die Milch. Jahrzehntelang wurde uns eingebla?ut, Milch sei u?berlebensnotwendig, fu?r den Aufbau der Knochen und Za?hne verantwortlich und wer auf Milch verzichte, sei von vornherein schon mal krankheitsanfa?lliger. Laktoseintoleranten Kleinkindern wird heute noch eher Medizin gegen die Unvertra?glichkeit verschrieben, als dass den Eltern einfach zu Pflanzenmilch geraten wird. Hier haben Medien und Lobby ganze Arbeit geleistet. Erst langsam sickert durch, dass der Genuss von Milchprodukten im Zusammenhang mit schwerwiegenden Erkrankungen wie Diabetes, MS und Krebs steht und dass Milchkonsum das Osteoporose-Risiko um ein vielfaches steigert. So viel schon mal zum Thema gesunde Knochen. Was ist ihre Meinung hierzu? Dr. Platz: Sie haben die Frage bereits selber bestens beantwortet, dem ist Nichts hinzuzufu?gen. (lacht) Anne: Ein Patient (Fleischesser, Milchtrinker, Gelegenheitsraucher) wurde am Herzen operiert und ihm wurde von seinem Arzt na?her gelegt, sich in Zukunft gesu?nder zu erna?hren, um erneute Komplikationen zu vermeiden. Was wu?rden sie ihm sagen, wozu wu?rden sie raten? Dr. Platz: Nichts einfacher als das. „Erna?hren Sie sich vegan, stellen Sie jeglichen Nikotinkonsum ein, betreiben Sie Ihrem Herzbefund entsprechenden Sport, also ko?rperliche Bewegung. Sorgen Sie nach Mo?glichkeit fu?r ein ausgewogenes Seelenleben, denn auch seelischer Stress ist fu?r die ko?rperliche Gesundheit nicht fo?rderlich. Anne: Gerade von Personen mittleren/fortgeschritteneren Alters ho?rt man ja, wenn’s um’s Vegane geht immer wieder mal die Worte „Das ist alles ganz toll, ich wu?rde das auch mal probieren, aber es ist mir einfach viel zu kompliziert. Da muss ich mich an so viele fremde Lebensmittel gewo?hnen.“ Was raten sie hier? Dr. Platz: Was soll daran kompliziert sein? Als Veganer lasse ich doch nur ungesunde, scha?dliche Substanzen, die in der Erna?hrung nichts zu suchen haben ,weg. Obst, Gemu?se, alles, was Mutter Erde uns gibt, ist vorhanden. Leider, das ist aber die Folge des industriellen Nahrungsangebotes, auch bei der pflanzlichen Nahrung, gibt es heutzutage nicht mehr dieses Angebot an Obst- und Gemu?sesorten, wie noch vor hundert Jahren. Dennoch ist genu?gend pflanzliche Nahrung u?berall erha?ltlich. Einem a?lteren Menschen, der in der Nachkriegszeit aufgewachsen ist und der damit in diesem industriellem Nachkriegs-Fleischkonsum-Wirtschaftwunderwahnsinn sozialisiert wurde, kann ein Umdenken hier durchaus etwas schwer fallen, durch logisches Denken sollte aber auch hier die Erkenntnis siegen. Man muss sich eigentlich gar nicht an fremde Lebensmittel gewo?hnen. Impfen – pro und kontra Anne: In einigen Vegan-Foren im Internet kommt immer wieder das Thema „Impfen – pro und kontra“ auf. Wie stehen sie dazu? Gibt es Impfungen, die lebensnotwendig sind oder solche, auf die man besser verzichten sollte? Dr. Platz: Hier kommen Sie zu einem sehr schwierigen, aber dennoch sehr wichtigen Thema in der Medizin. Grundsa?tzlich bedeutet Impfen ja, schwere oder sogar to?dlich verlaufende Krankheiten zu verhindern, bevor diese u?berhaupt entstehen. Also eigentlich die scho?nste Form der Medizin, na?mlich Prophylaxe oder Vorsorge betreiben, damit es gar nicht erst zu Krankheiten kommt. Wunderbar, wenn fu?r die Herstellung dieser Vorsorgebehandlungen, sprich Impfungen, nicht das Leben anderer Lebewesen zersto?rt oder schwer beeintra?chtigt wu?rde, also andere Lebewesen ihr Leben verlieren oder selber krank wu?rden. Das ist in keiner Weise zu tolerieren und kann und darf nicht die Ausgangsbasis fu?r die Herstellung von Impfstoffen fu?r den Menschen sein! Ich kann nicht die eigene Gesundheit auf dem Leid oder Tod eines anderen, gleichberechtigten Lebewesens aufbauen. Aus diesem Grund bin ich auch Mitglied in der Vereinigung „A?rzte gegen Tierversuche“, die sich u. a. zum Ziel gesetzt hat, Medikamente, und auch Impfstoffe sind Medikamente, ohne jegliche Versuche an anderen Lebewesen zu entwickeln. Hier ist es, denke ich, wieder die Profitgier der Pharmaindustrie, die solchen Entwicklungen zuna?chst aus rein finanziellen „U?berlegungen“ entgegensteht. Auf diesen Industriebereich muss weiterhin konsequent, sowohl von Ärzten, als auch von der Bevo?lkerung eingewirkt werden. Bei unaufho?rlicher Nachfrage, wird auch die Pharmaindustrie irgendwann neue Wege gehen mu?ssen. Anne: Bei Kosmetik- und Haushaltsprodukten hat man als Veganer heutzutage keine Probleme mehr, vegane Alternativen zu finden, die nicht an Tieren getestet wurden. Medikamente hingegen werden, bis heute an Tieren getestet, viele enthalten außerdem tierische Inhaltsstoffe. Ihre Meinung hierzu? Ist das derzeit noch die Grenze? Dr. Platz: Bei dieser Frage kann und will ich mich direkt an das zum Impfen Gesagte beziehen. Das, was fu?r das Impfen gilt, gilt natu?rlich fu?r alle Medikamente. Außerdem weiß man schon lange, dass die Erkenntnisse aus schrecklichen Tierversuchen nicht oder nur sehr eingeschra?nkt auf Menschen u?bertragbar sind. Dadurch sind natu?rlich allein gemessen an dem Ziel der Tierversuche, na?mlich gut vertra?gliche und wirksame Medikamente fu?r Menschen zu finden, sa?mtliche Tierversuche von vornherein ohne signifikante Aussagekraft und damit im wahrsten Sinne des Wortes sinnlos und das auf dem Boden grausamster Misshandlungen und Tötungen. Anne: Gibt es Vereine oder Organisationen, die sie außer „Ärzte gegen Tierversuche“ besonders unterstu?tzen? Dr. Platz: Ja, z. B. die „Albert-Schweitzer-Stiftung“ und die wunderbare Plattform des Kollegen Dr. med. Ernst Walter Henrich (ProVegan, Anm. d. Red.), die ich jedem wa?rmstens empfehlen kann. Gerade die unermu?dliche Arbeit von Dr. Henrich hat bereits unendlich viel bewegt und Bewusstsein fu?r die vegane Lebensweise geschaffen, wofür ich ihm mehr als dankbar bin. Des Weiteren die Schweizerische Vereinigung fu?r Vegetarismus, Peta, den Vegetarierbund, der sich allerdings besser bald umbenennen sollte in Veganerbund. die Organisation Foodwatch, leider keine vegane Organisation, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Anne: Ist Soja wirklich ungesund? Irgendwie ho?rt man das in letzter Zeit immer ha?ufiger. Ich kann das gar nicht glauben, bisher konnte ich auch noch keine negativen Effekte beobachten. Ist das nur wieder ein Versuch, uns Pflanzenessern das Essen madig zu machen, oder ist da wirklich was dran? Dr. Platz: Die vegane Erna?hrung ist ja keine Erna?hrung bei der nur noch Sojaprodukte gegessen werden, um das gleich mal voranzustellen. Vegane Erna?hrung bedeutet fu?r mich prima?r, sich von dem zu erna?hren, was Mutter Erde mo?glichst aus unserer unmittelbaren Umgebung bereitgestellt hat. Alles, was man zu einseitig betreibt oder zu sich nimmt, ist nicht gesund, weil unausgewogen. Würde man plötzlich nur noch Kartoffeln oder Spinat essen, wäre das sicherlich auch alles andere als gesund, auch wenn es vegan wäre. Vielfältigkeit und Ausgewogenheit ist wichtig. Hier jetzt auf die biochemischen Strukturen und Unterschiede von sog. Phytoo?strogen und O?strogenen und deren jeweiligen Wirkungen einzugehen, wu?rde sicherlich den Rahmen dieser Frage weit u?berspannen, denn darum geht es bei den immer wieder zu lesenden Bedenken. Dennoch will ich ganz kurz darauf eingehen. In der Sojapflanze befinden sich Phytoo?strogene. Das sind pflanzliche Stoffe, die in der chemischen Struktur dem Hormon O?strogen a?hneln, aber kein „wahres“ O?strogen sind. Die Phytoo?strogene ko?nnen den Kontaktstellen fu?r O?strogene im menschlichen Ko?rper vorgaukeln, „Sieh her, ich bin ein O?strogenhormon“, und somit eine Besetzung der Kontaktstelle fu?r O?strogen bewirken. Das kann wie der Druck auf einen Klingelknopf wirken und eine entsprechende hormonelle Reaktion auslo?sen, wenn auch meist schwa?cher. Andererseits kann aber auch eine normale O?strogenreaktion dadurch verhindert werden, da durch das Phytoo?strogen nun die entsprechende Kontaktstelle blockiert ist und somit das O?strogen nicht mehr abdocken kann um seine Reaktion zu initiieren. Klingt schwierig, ist es sicherlich auch. Aus Studien in Asien, wo traditionell viel Soja gegessen wird, ging hervor, dass dort o?strogenabha?ngige Krebserkrankungen wie Brustkrebs und Prostatakrebs geringer seien. Andere Studien besagen genau das Gegenteil, so dass es auch fu?r mich letztendlich sehr schwierig ist hier zum jetzigen Zeitpunkt eine abschließende Festlegung zu geben. Positive Wirkungen der Phytoo?strogene sind bekannt in der Verminderung der Beschwerden in den Wechseljahren wie Hitzewallungen und wohl auch Stimmungsschwankungen, des Weiteren ist eine Verminderung der Osteoporose-Raten zu erwarten. Leider gesellen sich in der nun erfreulicherweise deutlichen Zunahme der veganen Erna?hrung in der Bevo?lkerung auch knallharte Gescha?ftsinteressen, so dass ich befu?rchte, dass von der Soja verkaufenden Industrie die guten Seiten des Sojas aus finanziellen Gru?nden sicherlich versta?rkt dargestellt werden. Außerdem kommt dann noch die Problematik des gentechnisch vera?nderten Soja. Diese eventuellen Folgen gentechnisch vera?nderten Sojas betrifft allerdings eher die Omnivoren, da gentechnisch vera?ndertes Soja besonders als Futtermittel fu?r die Massentierhaltungsfu?tterung erzeugt wird. Es ist beim Soja wie mit der Erna?hrung u?berhaupt, sie soll abwechslungsreich sein, dann erha?lt der Ko?rper auch alle notwendigen Substanzen, die er braucht und wird nicht einseitig u?berfu?ttert, bzw. bekommt keine Mangelerscheinungen. Vegane Kinderernährung Anne: Eine Frage kommt von meiner Redaktionskollegin Johanna: Vegane Kindererna?hrung – ja/nein? Was spricht dafu?r? Gibt es echte Argumente dagegen? Dr. Platz: Es gibt nur Gru?nde fu?r die vegane Ernährung von Anfang an, also auch fu?r Kinder, weil ja dadurch die ganzen bekannten scha?digenden Substanzen, die wir in der tierischen „Nahrung“ haben, dem Kind erspart bleiben. Also der ganze Cocktail aus Antibiotika, Hormonen, Anreicherungen von Stoffen jedweder Art, die den Tieren in der Futterbeimengung zur vermeintlichen Gesunderhaltung dienen sollen, in Wahrheit aber nur deshalb verabreicht werden, weil die Tiere sonst in der Massentierhaltung nicht u?berleben wu?rden. Anne: Nach meinem ersten Besuch in ihrer Praxis wurde ich von vielen Veganern gefragt, wo diese ist und ob es auch in ihrer na?heren Umgebung einen veganen Arzt gibt. Wo muss ich nachsehen, wenn ich in meiner Stadt einen finden mo?chte? Dr. Platz: Der VEBU bietet eine Suchmaschine an, in die man nur die Postleitzahl eingeben muss. Sehr viele wirklich vegane A?rzte gibt es aber leider noch nicht. Anne: Sie haben in Erlangen/Nu?rnberg an der Friedrich-Alexander-Universität studiert. Wie hat es sie nach Fischach verschlagen und woher stammen sie gebu?rtig? Dr. Platz: Ja, ich habe sehr gerne an der wunderbaren Uni Erlangen mein Studium der Medizin absolviert und es zieht mich auch heute noch immer wieder dorthin, um zu sehen, wie es „meiner Uni“ geht. (grinst) Erlangen ist ein sehr scho?ner Ort zum studieren, besonders fu?r Medizin. Nach dem Studium kommt man im Rahmen der weiteren Ausbildung in der Medizin meist an verschiedene Orte, so auch ich. Irgendwie bin ich dann hier im bayerischen Schwaben gelandet, zwischendurch auch in Hessen, um dann in Fischach meine Praxis zu ero?ffnen. Wie ich nun gerade auf Fischach gekommen bin, weiß ich heute gar nicht mehr. Ich erinnere mich aber, dass ich an einem Tag mit scho?nem Wetter auf der gegenüberliegenden Straßenseite stand. Das Haus selbst gab es noch gar nicht. Ich spielte in dieser Zeit mit dem Gedanken, eine Praxis zu ero?ffnen. Der Ort und die scho?ne Landschaft gefielen mir einfach sehr gut, und ich hatte mir selbst dort auf der Straße stehend die Frage gestellt, ob ich mir vorstellen ko?nnte, hier eine Praxis zu ero?ffnen. Die Antwort war „Ja“. Letztendlich war es eine echte Bauchentscheidung, wie so oft im Leben nicht die schlechteste Art der Entscheidung. Aufgewachsen bin ich im Rheinischen, in der Na?he von Du?sseldorf. Ich denke, die rheinische Leichtigkeit hilft mir manchmal durchaus weiter, wenn es mal wieder etwas za?her im Leben wird. Anne: Lebt ihr komplettes Praxisteam vegan? Dr. Platz: Leider noch nicht ganz, aber das Bewusstsein und das Interesse sind da, das Nachdenken daru?ber, sich damit zu bescha?ftigen und die Erkenntnisse umzusetzen, hat schon la?ngst begonnen. Ich denke und hoffe, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist. Mein Team hört und sieht täglich von mir die Wichtigkeit und die Vorteile und ist sehr daran interessiert. Leider, wie so ha?ufig, ist bei einigen das familia?re Umfeld noch nicht so weit, so dass hier wohl die gro?ßten Hindernisse in der vollsta?ndigen Umsetzung liegen du?rften. Es kommen ja sehr viele Veganer zu mir und auch von denen sehen sie, besonders durch die zumeist sehr guten Untersuchungsergebnisse, wie gut und wichtig die vegane Lebensweise fu?r die Gesundheit ist. Anne: Und ihre Familie? Dr. Platz: Da gibt es zu Glu?ck u?berhaupt keine Dissonanzen, meine Frau ist genau wie ich Veganerin. Das Scho?nste an den freien Wochenenden, ist fu?r uns immer die Kocherei, weil es so viel Freude und Spaß macht, sich zu u?berlegen welches gute, interessante und immer bestens schmeckende Essen wir uns zusammenstellen und genießen. Wir denken uns einfach intuitiv etwas aus, meist jede Menge Gemu?se und zusa?tzlich Salat, und fangen mit dem Kochen an. Meine Liebste bezeichnet mich immer als Anarcho-Koch, weil ich eigentlich nie nach Rezepten koche, sondern dabei einfach meinen Ideen freien Lauf lasse und wir zwei dann loslegen. Bis jetzt hat es uns immer gut geschmeckt und ist uns bestens bekommen. Es ist so einfach vegan zu kochen, man braucht nur Lust und Freude an gutem Essen, und wie immer im Leben Fantasie und Kreativita?t. Die „China Study“ und „Tiere essen“ Anne: Als das erste Mal in ihre Praxis kam, hatte ich das Buch „Tiere essen“ von J. S. Foer unter dem Arm, was ihnen glaube ich positiv aufgefallen ist. Einen veganen Literaturtipp ha?tte ich gerne von ihnen. Dr. Platz: Mittlerweile gibt es zum Glu?ck so viel, meist auch gute Literatur zu dem Thema, dass ich eigentlich gar keinen speziellen Tipp geben mo?chte, zumal ich selbst meist in der wenigen Zeit, die neben der Praxis bleibt, Fachliteratur lese und weniger Belletristik. Aber ansonsten natu?rlich die „Klassiker“, wie die „China Study“, aber natu?rlich auch „Tiere essen“ von J. S. Foer und „Peace Food“ von Ru?diger Dahlke. Anne: Man hat sie in Augsburg schon auf der ein oder anderen Tierrechtsdemo gesehen, sie betreiben aktiv Aufkla?rung und schreiben selbst auf ihrer Homepage u?ber das vegane Leben. Sie sind also mit vollem Einsatz dabei. Bleibt ihnen da u?berhaupt noch Freizeit? Wenn ja, wie verbringen sie diese? Dr. Platz: Freie Zeit ist wirklich ein kostbares, weil sehr rares Gut fu?r mich. Die „Lieblingsbescha?ftigung“, das gemeinsame Kochen mit meiner Frau, erwähnte ich ja bereits, dazu gehört auch der gemeinsame Einkauf davor. Außerdem höre ich gerne Musik und fotografiere und filme gelegentlich. Der Sport kommt momentan leider viel zu kurz, ich gelobe Besserung für das neue Jahr! (lacht) Anne: Ein Tipp, den sie jedem Veganer mit auf den Weg geben mo?chten? Dr. Platz: Sich niemals von Quacksalbern beirren lassen! Vegan zu leben ist die gesu?ndeste Art zu leben; gesund fu?r den Globus, ehrlich zu den Mitgescho?pfen und gesund fu?r das eigene leibliche Wohl! Anne: Vielen Dank fu?r das tolle Interview und die u?beraus aufschlussreichen Informationen! Dr. Hanno Platz schreibt auf seiner Homepage immer wieder zu veganen Themen, er engagiert sich u. a. Für „Ärzte gegen Tierversuche“ und die „Albert Schweitzer Stiftung“. Eine Liste mit veganen Ärzten ist auf der Seite des VEBU zu finden. Thematisch passende Beiträge: 1. Vegan auf Rezept – Interview mit dem veganen Mediziner Martin Kamma 2. Interview mit Dr. med. Ernst Walter Henrich 3. Multiple Sklerose & vegane Ernährung – Interview mit Dr. med. Uwe Meier 4. Dank Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu einer gesunden und bewussten veganen Ernährung 5. Die VegMed 2014 – dazu Dr. med. E. K. Bee im Kurz-Interview 6. Bahatika vegane Schuhe – Interview mit Gründerin Sheila 7. Sonja Reifenhäuser – Die „Food Coachin“ im Interview 8. Vitamin B12 – wie am besten supplementieren? 9. „Mein ganzes Leben ist eine Reise” – Interview mit Conni Biesalski von Planet Backpack 10. Vegane Handtaschen – Interview mit Stanley von Vegatar 1 Kategorie: Ernährungs-Wissenschaft & -Stile Stichworte: Gesundheit, Interview Über Anne Reis

Anne (Jahrgang 1982) ist in Fulda geboren und in Bielefeld und nahe Augsburg aufgewachsen. Ihre Heimat hat sie inzwischen in Hamburg gefunden. Sie schreibt, seitdem sie einen Stift halten kann. Mehr über Anne erfahrt Ihr auf unserer Redakteur-Seite.

Vegane Speisen

Tomate, Schnittlauch und Tofu

Tomate, Schnittlauch und Tofu wie Ei

Rofuklößchen

Rofuklößchen

Rot in Grün

Zu Tomaten passen alle möglichen grünen Blattsalate, Oregano, aber auch Chicoree oder Löwenzahn, im Frühling Scharbockskraut, Schnittlauch, Petersilie und andere Kräuter.

Kartoffeln

Kartoffeln mag ich von Herzen gern in den unterschiedlichsten Zubereitungsarten: Bratkartoffeln aus rohen Kartoffeln; kleine rohe Kartoffeln in Spalte geschnitten, mit Knoblauchsalz gewürzt und in der Pfanne krustig angebraten und dann fertig gedünstet und zum Schluss klein geschnittenen, gebratene Zwiebeln darüber gestreut – das passt gut zu Gemüse wie Brokkoli, Rotkraut, auch Sauerkraut als Salat roh; gedünstete Salzkartoffeln schmecken ebenfalls zu den verschiedensten Gemüsen und Salaten;

Kartoffelpuffer und grüne Klöße (Thüringer) waren schon in der DDR meine Lieblinge und die meiner Familie; Kartoffelsuppe mit viel Suppengrün und Kartoffelsalat mit angebratenem Räuchertofu und sauren Gurken; Pizza mit Kartoffelmehl, Tofu Aufschnitt-Scheiben, grünen Erbsen, Tomatenscheiben und Tomatenketchup

Die Hitze der letzten Tage ließ mich verschiedene vegane Salate ausprobieren. Um trotzdem nicht auf Kartoffeln verzichten zu müssen, dünstete ich mir eine Stunde vorher Salatkartoffeln und mischte meine Salate damit, ob rote Bohnen, Gurken, Tomaten, Radieschen oder Krautsalat: Es passt. Weinsauerkraut muss ich roh essen, denn es “stinkt” für mich, wenn ich es koche.
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Früher wollte ich mal Kürbisbowle machen, aber sie schmeckte mir nicht. Mein Bruder wollte den Kürbis retten und kochte ihn – puh, das roch ebenso unerträglich wie gekochtes Weinsauerkraut.
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Heute gab es grüne Bohnensalat, aber nicht mit Bohnenkraut gewürzt, sondern mit gelben Pflaumen von 2011 und Tomaten, Kerbel und Reis mit Safran. Wer`s nicht gekostet hat, weiß nicht wie herrlich das schmeckt!

Sophia, die Mutter der Weisheit

Dieses Ölbild ist ist 60 × 80 cm groß und käuflich.

“Sophia, die Mutter der Weisheit”, Ölbild, mit Rahmen 84 × 66 cm

Dieses Textilbild “Zirkus um den § 218” wurde 2014 für € 500 verkauft und befindet sich jetzt in Bexbach (Saarpfalz) in einem Privathaus.

Blaue Glöckchen

Dichten

„Der Wahrheit nachsinnen – viel Schmerz“ Christa Wolf
„Das Wort verrät, wovon ein Schreiber besessen ist.“ Baudelaire
„Wandlung, Wahrheit, Wahrhaftigkeit, Ernst“ darum hätte es gehen müssen.
Ein zentraler Widerspruch am Anfang von Antriebskraft; Richtung und Inhalt kämen und träten zueinander in Beziehung.
Sich immer neu von Grund auf in Frage stellen, nur dann kann man zu Wahrheiten finden, über die zu schreiben sich lohnt.

Gerelca: Ich kann nur erzählen, ob Kurzgeschichten oder Gedichte, es sind immer Geschehnisse, die mich anstoßen: Entweder Schönheit oder Schmerz, fremder Hass, eigener, und die Suche nach liebevollen Details trotz alledem.
Natürlich ist meine Sicht nicht die einzige Möglichkeit mein Leben diktiert sie mir. Ich versuche immer, Menschen mitsamt ihren Schwächen und Stärken, ihrem Außen und Innen soweit ich es sehen kann, mit reden und verstummen, mit sich sorgen, sich bemitleiden, sich wieder aufrichten, neuen Mut fassen und allem, was ich sonst noch an ihnen entdecke, zu mögen.

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